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Das Schweigen brechen

Das Schweigen brechen

Föllmi, Gisela
Wie ich lernte, das Unsagbare in Worte zu fassen
Wörterseh
Deutsch
256 Seiten, Fester Einband
2021
978-3-03763-127-0
CHF 34.90
Klappentext

Gisela Föllmi war sieben Jahre alt, als sie von ihrem Stiefvater an den ersten Mann verkauft wurde. Sie hatte keine Chance, sich zu wehren. Nicht gegen diesen Übergriff und auch nicht gegen die Übergriffe von weiteren Männern. Und erst recht nicht gegen die ihrer Mutter. Als abhängiges Kind, so sagt sie, habe sie schweigen müssen. Und zwar um jeden Preis. Es war ein hoher: Ihre Seele zersplitterte, nahm für immer Schaden. Um zu überleben, spaltete die kleine Gisela die verschiedenen Traumatisierungen ab, versenkte alles in ihrem inneren Schlimme-Dinge-Schrank. Die Erlebnisse abzuspalten, brachte keine Heilung. Wie auch? Sie waren und blieben durch den inneren Druck und die damit verbundene extreme Anspannung omnipräsent. Gisela Föllmi sagt rückblickend: »Ich habe mich und das Leben nicht ertragen und wusste nie, warum. Ich spürte, dass ich Hilfe bräuchte, konnte aber nie sagen, warum. Das kostete mich zweimal beinahe das Leben.« Sie war sechsundvierzig Jahre alt, als sich die Tür ihres Schlimme-Dinge-Schranks einen winzigen Spalt weit öffnete und sie - in klitzekleinen Schritten - damit begann, das Unsagbare hervorzuholen und in Worte zu fassen. Wie viel Kraft dieser Prozess kostet und was für einen Mut er erfordert, ist jenseits unserer Vorstellungskraft. Aber seit sie den ersten Schritt aus dem Schweigen getan hat, weiß sie mit Bestimmtheit, dass sich die seelische Schwerstarbeit lohnt. »Ich werde«, das ist für sie so sicher wie das Amen in der Kirche, »an meinem großen Ziel, ein Leben ohne Scham, Schuld und Angst leben zu können, ankommen. Das zu wissen, ist ein großartiges Gefühl.«

Zusammenfassung

Gisela Föllmi war sieben Jahre alt, als sie von ihrem Stiefvater an den ersten Mann verkauft wurde. Sie hatte keine Chance, sich zu wehren. Nicht gegen diesen Übergriff und auch nicht gegen die Übergriffe von weiteren Männern. Und erst recht nicht gegen die ihrer Mutter. Als abhängiges Kind, so sagt sie, habe sie schweigen müssen. Und zwar um jeden Preis. Es war ein hoher: Ihre Seele zersplitterte, nahm für immer Schaden. Um zu überleben, spaltete die kleine Gisela die verschiedenen Traumatisierungen ab, versenkte alles in ihrem inneren Schlimme-Dinge-Schrank. Die Erlebnisse abzuspalten, brachte keine Heilung. Wie auch? Sie waren und blieben durch den inneren Druck und die damit verbundene extreme Anspannung omnipräsent. Gisela Föllmi sagt rückblickend: »Ich habe mich und das Leben nicht ertragen und wusste nie, warum. Ich spürte, dass ich Hilfe bräuchte, konnte aber nie sagen, warum. Das kostete mich zweimal beinahe das Leben.« Sie war sechsundvierzig Jahre alt, als sich die Tür ihres Schlimme-Dinge-Schranks einen winzigen Spalt weit ?öffnete und sie - in klitzekleinen Schritten - damit begann, das Unsagbare hervorzuholen und in Worte zu fassen. Wie viel Kraft dieser Prozess kostet und was für einen Mut er erfordert, ist jenseits unserer Vorstellungskraft. Aber seit sie den ersten Schritt aus dem Schweigen getan hat, weiß sie mit Bestimmtheit, dass sich die seelische Schwerstarbeit lohnt. »Ich werde«, das ist für sie so sicher wie das Amen in der Kirche, »an meinem großen Ziel, ein Leben ohne Scham, Schuld und Angst leben zu können, ankommen. Das zu wissen, ist ein großartiges Gefühl.«

Autorentext

Gisela Föllmi wurde am 23. Januar 1964 geboren. Nach der Sekundarschule ließ sie sich zur Offsetdruckerin ausbilden. Sehr viel später führte sie während acht Jahren die Vormundschaftsbehörde Reichenburg. Seit sie aufgehört hat, mit ihrem alten Motorrad durch die Gegend zu knattern, steht sie am liebsten in ihrer Küche. Und wurstet dort Bratwürste, mit denen sie dann gern gesehenen Besuch bewirtet. Die Frau, die als Kind schwerstem körperlichem und seelischem Missbrauch ausgesetzt war, überlebte dank einer unfassbaren Resilienz. Und wohl auch dank ihrer Liebe zur Natur. Die zeigt sich noch heute: Nach wie vor tut sie, was sie als Kind leidenschaftlich tat - sie rettet Regenwürmer. Gisela Föllmi lebt mit ihrem Mann in Einsiedeln.

Buch des Monats Dezember

Wenn Sterne mit Schneeflocken tanzen, dann ist Weihnachten

In dieser Anthologie wurden alte und neue Weihnachtsgeschichten vereint, von bekannten und weniger bekannten Autoren, die alle eines gemeinsam haben: Sie stammen aus dem schönen Land, wo hinter den Bergen die Sterne schlafen - der Schweiz. Wunderschöne Geschichten von: Blanca Imbode, Silvia Götschi, Gabriel Palacios, Felipe Vasques, Franziska Keller, Regina Butz, Hanspeter Achtnich, Karl Hensler, Regula Brühwiler-Giacometti, Pasquale Lovisi, Artur K. Vogel, Max Feigenwinter, Caroline Kälin, Paul Brandenberg, Mona Tresch, Joe Fuchs, Christine Jaeggi und Denise Biellmann.

Zusätzliche Öffnungszeiten im Dezember

Im Advent ist unser Geschäft zusätzlich an den Montagen vom 6., 13. und 20. Dezember den ganzen Tag geöffnet, also jeweils von 8.30 - 12.00 und 13.30 bis 18.30 Uhr.

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35 Spurensucherinnen haben während zwei Jahren in freiwilligem Engagement nach Frauengeschichten aus dem 20. Jahrhundert gesucht. Grundlagen waren unterem anderen die Recherchen in der Vadiana St. Gallen, im Gossauer Archiv, im Pfarramt und Artikel aus einer privaten Sammlung. Wertvollen Stoff boten die vielen Interviews mit Zeitzeuginnen, Töchtern und Söhnen. Die Frauendokumentation umfasst auf frauenspur-gossau.ch aktuell über 500 digitalisierte Nachrufe, 200 Zeitungsartikel und 60 Lebensberichte.
Das Buch ist nun zum Preis von Fr. 39.-- exklusiv bei uns erhältlich.
„Frauenspuren“- Lebensgeschichten von 28 Frauen, die in Gossau aufgewachsen, gelebt oder gewirkt haben.

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